Aufruf zum Klimagerechtigkeits Block auf der »Alles muss man selber machen«-Demo am 12. Oktober 2019 in Erfurt

Für uns ist klar: Die Klimakrise kann nur antirassistisch, feministisch und antikapitalistisch überwunden werden. Deswegen ist es wichtig und notwendig, dass wir diese Kämpfe verbinden und das auch laut und deutlich nach außen tragen. Wie schon am 1. Mai laden wir euch deshalb ein, euch uns am 12.10. in Erfurt anzuschließen: Wir sind der grün-goldene Klimablock der Demo “Alles muss man selber machen – Feministisch, antirassistisch, klimagerecht für eine solidarische Gesellschaft kämpfen!”.

Die Erde wird durch den hohen Treibhausgasausstoß der Industrieländer immer wärmer und wir wissen, dass der Klimawandel sich jetzt schon auf das Leben vieler Menschen dramatisch auswirkt. Einige der Kipppunkte, die die Klimakrise um ein vielfaches anheizen, werden gerade schon überschritten. Wir brauchen dringend Veränderung, um die Folgen des Klimawandels einzudämmen!

Seit Jahren gehen wir auf die Straße und in den letzten Monaten sind wir richtig viele geworden! Man könnte ahnen, dass der Druck steigen sollte, doch irgendwie scheint trotzdem nichts zu passieren: Das Klimapäckchen wird, wie zu erwarten, keine großen Veränderungen bringen. Die Industrie als Hauptverursachende wird nicht in die Verantwortung genommen, die Maßnahmen, die beschlossen wurden, sind nicht nur zu wenig, sondern auch an der falschen Stelle, denn sie werden Menschen mit weniger Geld am meisten treffen. Die GroKo nimmt damit in Kauf, dass Menschen verdursten, verhungern, und ihren Wohnort verlassen müssen und spielt Arbeiter*innen mal wieder gegen Klimaaktivist*innen aus.

Wir stehen kurz vor der Landtagswahl in Thüringen und vermutlich wird eine Partei voller Klimawandelleugner*innen sehr viele Wähler*innen für sich gewinnen. Das ist scheiße und wird sich wahrscheinlich auch auf unsere Kämpfe auswirken… Gleichzeitig gibt es innerhalb der Rechten auch Strömungen, die das Thema Klima immer mehr für sich besetzen. Es gibt Teile der Klimabewegung, die das begrüßen, die sagen, wir brauchen alle, für eine Veränderung der Klimapolitik. Das halten wir für sehr problematisch! Wir stellen uns entschlossen gegen die Zusammenarbeit mit Nationalisten und Rassisten! Die Klimabewegung muss sich ganz klar politisch positionieren und darauf aufmerksam machen, dass Klimagerechtigkeit immer bedeutet mit zu denken, wen die Klimakrise am meisten trifft und wer die Hauptverusachenden sind. Das bedeutet, dass wir uns mit Arbeiter*innen und Menschen im globalen Süden solidarisieren. Nationalistische und rassistische Lösungen sind für uns keine Option!

Wir kämpfen für einen emanzipatorischen und solidarischen Wandel! Die Produktions- und Verteilungsstruktur muss nachhaltig und solidarisch sein und die Folgen der Klimakatastrophe müssen gerecht verteilt werden!

All das scheint der Staat nicht leisten zu können. Wir können uns nicht auf ihn verlassen! Wir können nicht mehr warten, wir müssen die Klimakrise selbst stoppen! Wir laden euch ein, mit uns auf die Straße zu gehen und diese mit unseren Körpern von Autos freizuhalten! Vielfältige Formen des Protests sind notwendig um unsere Positionen laut zu machen!

Wir wollen in grün und gold auf die Straße gehen – wir freuen uns auf goldene Fahnen, grüne Regenschirme und was euch sonst noch so einfällt!

Kommt am Samstag, den 12.10.2019 nach Erfurt zu unserer Demo “Alles muss man selber machen – Feministisch, antirassistisch, klimagerecht für eine solidarische Gesellschaft kämpfen!” um 13 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Die Demo endet im Erfurter Norden, wo ihr noch den ganzen Tag auf dem Hood not Kiez-Festival verbringen könnt. Dort öffnen euch viele Räume ihre Türen mit Musik, Essen und weiterem Programm.

Wir sehen uns am Samstag im Klimagerechtigkeitsblock!

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